4 Min Lesezeit

Wohnungsübergabe: So bereitest du dich am besten darauf vor

Du hast einen neuen Mieter gefunden und nun steht bald die Wohnungs- und Schlüsselübergabe an? Wir haben für dich herausgefunden, wie du dich am besten darauf vorbereiten kannst, sodass die Wohnungsübergabe möglichst reibungslos und unkompliziert für dich und deinen neuen Mieter abläuft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Erstelle ein Übergabeprotokoll sowohl für deinen Vor- als auch für deinen Nachmieter, um Streitigkeiten über mögliche Schäden oder Mängel vorzubeugen.
  • Mache dir einen Termin mit dem Vormieter aus, um die Wohnung nochmal zu überprüfen - idealerweise vormittags, da du zu diesem Zeitpunkt Tageslicht hast und Mängel besser erkennen kannst. Vergiss außerdem nicht, den Termin so zu legen, damit du einen Puffer für eventuelle Reparaturarbeiten hast.
  • Geringfügige Mängel wie ein etwas zerkratzter Fußboden, eine abgenutzte Küche oder vergilbte Wände werden als gewöhnliche Abnutzung gewertet. Deshalb musst du dich darauf einstellen, dass du diese Schäden beheben musst, bevor du die Wohnung an deinen neuen Mieter übergibst.

Das musst du über die Wohnungsübergabe wissen

Wie kannst du potentiellen Ärger mit deinem Mieter vermeiden?

Bevor du deinem neuen Mieter die Wohnung übergibst, solltest du erst alle Ungereimtheiten mit dem vorigen Bewohner abklären. Meide Ärger mit deinen Mietern indem du Übergabeprotokolle bereitstellst, sowohl für den alten Mieter beim Auszug als auch für den neuen vor der Schlüsselübergabe. So bist du auf der sicheren Seite, denn das Protokoll kann bei möglichen Streitigkeiten zu Beweiszwecken dienen. Ein Wohnungsübergabeprotokoll kostet dich auch nichts. Du musst lediglich etwas Zeit in die Erstellung investieren. Im nächsten Absatz erfährst du, wie das geht.

Was muss im Übergabeprotokoll stehen?

Das Übergabeprotokoll ist in keinem Gesetz verankert, wir können dir dennoch nur empfehlen, vor jeder Wohnungsübergabe eines zu erstellen. So kannst du den Zustand der Wohnung und eventuelle Schäden dokumentieren. Wenn beispielsweise dein Vormieter die vorhandenen Schäden nicht beseitigt hat, hast du das Recht, den Zeitwert (also was der Gegenstand zum jetzigen Zeitpunkt wert ist) zu verrechnen oder von der Kaution abzuziehen.

Da das Übergabeprotokoll gesetzlich nicht geregelt ist, gibt es auch keine Formvorschriften, die du einhalten musst. Wir raten dir aber, die folgenden Punkte im Protokoll festzuhalten:

  • Datum und Uhrzeit
  • Anwesende Personen und Zeugen
  • Zählerstände für Strom, Gas, Wasser, Fernwärme
  • Anzahl + Funktion der übergebenen Schlüssel (Wohnung, Postkasten, Keller) sowie die Schlüsselnummer
  • Beurteilung des Zustandes jedes einzelnen Raumes
  • Liste aller Einrichtungsgegenstände (am besten auch die Marke und das ungefähre Alter des Gegenstandes)
  • Fotos von der Ausstattung
  • Art und Zustand aller Oberflächen
  • Falls Schäden vorhanden: Schriftliche Bestätigung, wer diese übernimmt und bis wann sie behoben werden sollen

‍Generell gilt, je detaillierter das Protokoll ist, desto besser. Ein kleiner Tipp: Du kannst das Übergabeprotokoll für deinen alten aber auch für deinen neuen Mieter verwenden.

Was musst du in deiner Wohnung überprüfen?

Die folgenden Dinge solltest du überprüfen, bevor du die Wohnung deinem neuen Mieter übergibst: 

Wände und DeckenFußbödenFensterSanitärräumeHeizung
auf feuchte Stellen und Schimmel kontrollierennach Kratzern und Dellen suchenAuf- und zumachen, damit du sehen kannst, ob sie sich gut schließen lassen und ob sie dicht sindKlo spülen, Wasserhähne aufdrehen, um zu sehen, ob das Wasser gut läuft. Außerdem: Waschbecken, Kloschüssel, Badewanne und Spüle rütteln, um zu prüfen, ob sie fest verbaut sindAufdrehen, damit du siehst, ob sie auch warm wird

Welche Schäden musst du dulden?  

Für welche Schäden du aufkommen musst und welche dein Vormieter übernehmen muss, erfährst du in einem unserer vorigen Blogposts.

‍Hier aber nochmal kurz zusammengefasst für welche Mängel du aufkommen musst, weil sie als gewöhnliche Abnutzung gewertet werden:

  • Abgenutzte Küchen
  • Geringfügige Kratzer im Parkett
  • Vergilbte Wände
  • Kaputte Jalousien

Tipps: Wohnungsübergabe  

Begutachte die Wohnung untertags 

Wenn du dich mit deinem Vormieter oder auch mit deinem neuen Mieter triffst, um die Wohnung zu begutachten, dann achte besonders darauf, dass dies untertags geschieht. So hast du die Möglichkeit, alle Schäden zu erkennen und ausfindig zu machen. Außerdem kannst du mögliche Mängel untertags auch besser fotografieren.

Was du vor der Schlüsselübergabe beachten musst 

Bevor du deinem neuen Mieter seine Schlüssel übergibst, würden wir dir empfehlen, wirklich alle Unklarheiten geklärt zu haben. Auch die Unterschriften des Mietvertrages und des Übergabeprotokolls sollten am besten schon im Vorhinein eingeholt werden.

Fazit  

Nutze die Wohnungsübergabe unbedingt als Chance, um dich vor eventuellen Schäden absichern zu können. Achte daher besonders darauf, den Zustand der Wohnung untertags zu begutachten und versuche, vor allem die Sanitäranlagen und die Wände auf einen möglichen Schimmelbefall zu überprüfen.

Du machst außerdem einen professionelleren Eindruck auf deine Mieter, wenn du den Übergabeprozess schriftlich dokumentierst. Wenn dann alles geklärt ist, kannst du deinem neuen Mieter seine Schlüssel übergeben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram