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Mietersuche: So kannst du den richtigen Mieter finden

Den richtigen Mieter für deine Wohnung zu finden, kann dir eine Menge Zeit und Nerven ersparen. Wir zeigen dir, wie du dir die Suche nach dem perfekten Mieter erleichterst und auf welche Dinge du besonders Acht geben solltest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nimm dir mindestens 30 Minuten pro Bewerber Zeit, um ihm deine Wohnung zu zeigen und ein ausführliches Gespräch mit ihm zu führen.
  • Versuche Massenbesichtigungen zu vermeiden.
  • Vergiss nicht, die Hausregeln offenzulegen, falls welche vorhanden sind.
  • Überlege dir, welche Fragen du deinem Interessenten stellen möchtest. Nur solche, die fürs Vertragsverhältnis von Relevanz sind, müssen vom Bewerber beantwortet werden.

Was du bei der Mietersuche beachten solltest

Welche Dokumente darf ich vom potentiellen Mieter anfordern?

Wie du deine Wohnung richtig inserierst, haben wir dir bereits in unserem letzten Post gezeigt. Konntest du das Interesse von einigen, potentiellen Mietern wecken, musst du nun eine Entscheidung treffen. Du solltest daher schon im Vorhinein Kriterien festlegen, die der Interessent erfüllen muss, um in die engere Auswahl zu kommen. Folgende Dokumente und Nachweise darfst du im Zuge einer Mieterselbstauskunft von deinem Interessenten anfordern, um dir deine Auswahl zu erleichtern:

  • Vollständiger Name und Familienstand sowie die Anzahl der Personen, die einziehen möchten
  • Bisherige Anschrift und Telefonnummer
  • Kopie des Personalausweises zur Identitätsprüfung
  • Einkommensnachweis, Arbeitgeber und Dauer der Beschäftigung
  • Frage nach Haustieren und ob Instrumente gespielt werden
  • Frage nach Sozialleistungen, die der Interessent bezieht
  • Frage nach Vorstrafen des Interessenten
  • Auskunft über Räumungsklagen, Zwangsvollstreckungen und laufenden Insolvenzverfahren
  • Frage, ob die Wohnung anderweitig genutzt wird, das heißt, ob eine gewerbliche Nutzung der Wohnung geplant ist

Was sollte ich den Interessenten nicht fragen?

Sei dir bewusst, dass Fragen, die über das Vertragsverhältnis hinaus gehen, nicht vom Bewerber beantwortet werden müssen. Dazu zählen beispielsweise die Frage nach dem Gesundheitszustand oder einer Parteizugehörigkeit. Fokussiere dich daher auf Dinge, die für den Vertragsabschluss relevant erscheinen und meide zu persönliche Fragen.

Welche Aspekte solltest du noch in deine Auswahl mit einbeziehen?

Wie bereits oben erwähnt, solltest du dich unbedingt schon im Voraus damit befassen, Kriterien zu bestimmen, die dein zukünftiger Mieter erfüllen muss. Das können zum einen finanzielle Aspekte sein, die du dir im Zuge eines Einkommensnachweises einholen kannst. Du kannst auch festlegen, dass die Gesamtmiete nicht mehr als ⅓ des Nettoeinkommens des Mieters ausmachen darf.

Zum anderen empfehlen wir dir, auch auf dein Bauchgefühl zu hören, wenn du unschlüssig bist. Behalte immer im Hinterkopf, dass der Mieter den Wert deiner Wohnung beeinflusst.

Tipps: Mietersuche

Meide Massenbesichtigungen

Wir empfehlen dir, Massenbesichtigungen so gut es geht zu vermeiden und dir stattdessen für jeden Interessenten ausreichend Zeit zu nehmen, um ihm das Objekt zu zeigen. So kannst du auch mehr über ihn herausfinden. Diese Art der Besichtigung ist zwar etwas zeitaufwändiger, dafür kannst du dir einen viel besseren Eindruck vom Interessenten machen.

Erwähne die Hausregeln

Du solltest deinem potentiellen Mieter so viel Transparenz wie nur möglich bieten. Achte deshalb unbedingt darauf, auch die Hausregeln zu erwähnen, sodass dein zukünftiger Mieter keine Überraschung beim Einzug erlebt und dir dann Probleme macht.

Fazit

Den perfekten Mieter zu finden ist alles andere als einfach, vor allem wenn die Auswahl an Interessenten groß ist. Eine gute Vorbereitung auf das persönliche Gespräch solltest du daher unbedingt bedenken, um so viel wie möglich über die Person herauszufinden. Haben es mehrere Kandidaten in die engere Auswahl geschafft, empfehlen wir dir, jedes einzelne Gespräch nochmal revue passieren zu lassen und dir eine Pro und Contra Liste zu jedem Interessenten zu erstellen. Am Ende ist es auch immer noch eine gute Idee, sich auf sein Bauchgefühl zu verlassen.

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